Im modernen Neubau der BMK17 in Hamburg bedarf es einer Umgestaltung der bisher viel zu wenig genutzten Mediathek. Hierfür hat sich die Schule einen erfahrenen Lernraumplaner zur Hilfe geholt, der sich vor Ort einen Überblick verschafft und eine Raumplanung unter Berücksichtigung der Nutzungsmöglichkeiten und Kundenwünsche erstellt hat.

Neues Leben für eine Mediathek

FLEXIBLE MÖBEL WERTEN DIE LERNUMGEBUNG AUF UND SCHAFFEN WOHLFÜHLATMOSPHÄRE.

„Dieser Raum wird leider viel zu selten genutzt“, klagt Katrin Ramsthaler-Graefe, Lehrerin an der BMK17, der berufl ichen Schule für Medien und Kommunikation in Hamburg. „Dabei ist er so schön groß.“ Ihr Kollege Lennart Hoffmann stimmt ihr zu: „Der Raum könnte wegen seiner Größe und den vielen Fenstern eine Visitenkarte unserer Schule sein, doch wirkt er wenig einladend.“ Beide durchschreiten den 275 Quadratmeter großen Raum, der sich über dem Haupteingang der Schule im ersten Stock befindet, in Begleitung von Lernraumplaner Sebastian Abel von Flötotto Learning Spaces. Es ist ein Tag im Frühling und die Sonne schickt ihre wärmenden Strahlen durch die gläserne Fassade.

MIX AN FARBEN, FORMEN UND MATERIALIEN WIRKT UNATTRAKTIV
Trotz des Sonnenlichts gibt der Raum, um den sich das Gespräch dreht, ein unschönes Bild ab: Zahlreiche Einzelstühle sind in großem Abstand zueinander aufgestellt. In einer langgezogenen Nische stehen ahornfarbene Hochtische mit gepolsterten Barstühlen, vor einer Wand reihen sich fahrbare Tische zusammengeklappt aneinander. Am Ende des Raumes gibt es Tischpulte und Medientechnik, die für Präsentationen und zum Streaming von Unterrichtsinhalten genutzt wird. Das weitere Mobiliar besteht aus Sitzpolstergruppen in unterschiedlicher Farbgebung und Größe. Mit seinem Mix an Farben, Formen und Materialien übt der Raum wenig Anziehungskraft aus. „Eigentlich wird nur der Präsentationsbereich benutzt“, erzählt Schulleiter Ralph Walper, der während der Begehung hinzukommt. „Die andere Raumhälfte steht meist leer.“ Seiner Meinung nach tragen auch die ungünstigen Lichtverhältnisse dazu bei: Kaltes Licht fällt aus langgezogenen Röhren.

LOUNGE-MÖBEL UND FLEXIBLE ARBEITSPLÄTZE SOLLEN DIE AUFENTHALTSQUALITÄT STEIGERN
„Wir brauchen ein stimmiges Konzept für die Neugestaltung, damit man sich hier wieder wohlfühlt“, meint Ramsthaler-Graefe. „Der Raum soll für die Still- oder Gruppenarbeit genutzt werden.“ Wenn es nach ihr ginge, dürfte das komplette Bestandsmobiliar neuen Einzelarbeitsplätzen und Lounge-Möbeln weichen. Auch Lernraumplaner Abel von Flötotto Learning Spaces entwickelt beim Rundgang erste Ideen. Ihm schweben eine Zonierung des Raumes durch kleine Trennfl ächen, modulare Sitzmöglichkeiten sowie unterschiedlich gestaltete Arbeitsplätze vor. Seinem geschulten Auge entgehen selbst Kleinigkeiten wie die überbauten Heizkörper an der Fensterfront nicht: Die grau gestrichenen Kästen bieten prinzipiell eine schöne Sitzgelegenheit, werden aber ebenso wenig genutzt wie das übrige Inventar.

MÖBEL VON FLÖTOTTO LEARNING SPACES BERÜCKSICHTIGEN DIE DIGITALITÄT
Abels Arbeitgeber, Flötotto Learning Spaces, ist eine noch neue Marke im Bereich der Schulausstattung, die aus dem Zusammenschluss von Flötotto Einrichtungssysteme und der Gesellschaft für digitale Bildung (GfdB) entstanden ist. Beide Firmen sind bereits über Jahrzehnte im Bildungsmarkt tätig und kennen die Bedürfnisse von Lehrenden und Lernenden nur allzu gut: Während das Flötotto-Unternehmen Schulen mit Stühlen, Tischen und Stauraummöbeln ausstattet, bietet die GfdB digitale Produkte und Services für eine moderne Lernumgebung. Flötotto Learning Spaces vereint nun das Know-how beider Firmen mit dem Ziel, Lernräume zu schaffen, die der Entwicklung im Bildungswesen angepasst sind und der fortschreitenden Digitalität an den Schulen Rechnung tragen. Dies geschieht durch flexibel anpassbare Möbel, die sich schnell von einer Einzelarbeitssituation zur Gruppenarbeit umbauen lassen, und durch Rückzugsmöglichkeiten in Form von Lerninseln, Lernlandschaften und Lernbüros. „Digitalisierung funktioniert nur mit einer flexiblen Raumumgebung“, ist Mathias Harms, Geschäftsführer der GfdB und der Flötotto Learning Spaces, überzeugt.

LERNRAUMPLANER SIND BUNDESWEIT IM EINSATZ
Auch Möbel mit Zusatzfunktionen wie integrierte Lade- oder Verstaumöglichkeiten für digitale Endgeräte führt Flötotto Learning Spaces in seiner Produktpalette. Die Firma mit Sitz in Hamburg bietet mit ihrem Außendienstteam bundesweit die Beratung und den Verkauf von Lern- und Lehrmöbeln durch qualifizierte Lernraumplaner an. Die Planer wissen genau, worauf es ankommt: Sie kennen Brandschutzrichtlinien sowie Ausschreibungsverfahren und wissen, welche Möbelgrößen für welches Alter der Schüler*innen geeignet sind und was wichtig ist, wenn eine Schule digital arbeiten möchte.

INNOVATIVES DESIGN FÜR MAXIMALE FLEXIBILITÄT
Die Möbel selbst zeichnen sich durch ein innovatives Design aus. „Ganzheitliche Einrichtungskonzepte auf höchstem ästhetischen Niveau sind unsere Leidenschaft“, bekennt Frederik Flötotto, Geschäftsführer der Flötotto Einrichtungssysteme und der Flötotto Learning Spaces. So wird bei Flötotto beispielsweise die bisherige rechteckige Tischform abgelöst durch eine quadratische Form mit einer abgeschnittenen Ecke, die es ermöglicht, die Tische flexibel einzeln oder im Kreis zusammenzustellen. Mit Stoff bezogene Trenner lassen sich beliebig auf die Tischplatten aufstecken oder aufstellen: Sie sorgen für mehr Intimität beim Arbeiten und absorbieren Geräusche. Weitere ergänzende Tischformen sowie Sitzmöbel zum Anlehnen, Sitzen oder Liegen bereichern Klassenraum, Lehrerzimmer, Aula oder Flur. Bei der Gestaltung der Lernumgebung bieten die Lösungen von Flötotto Learning Spaces maximale Flexibilität: Die gleichen Möbel eignen sich zur Einzel- oder Gruppenarbeit, stehen mal nebeneinander, mal gegenüber oder mal in Reihenbestuhlung – je nach Bedarf. Mit den flexiblen Möbeln passt sich der Lern- und Lehrort optimal den Bedürfnissen von Lernenden und Lehrenden an.

EIGENE ARBEITSGRUPPE FÜR RAUMGESTALTUNG
Zurück zur BMK17 nach Hamburg: Als Lernraumplaner Abel nach dem verfügbaren Schulbudget fürs Mobiliar fragt, kann ihm Schulleiter Walper keine aktuellen Zahlen nennen. Dies ist für den gelernten Tischler aber nicht schlimm. „Ich kann für die unterschiedlichen Bereiche ein gesplittetes Angebot erstellen“, erläutert er. „Dann fängt man mit einem Bereich an und knüpft zu einem späteren Zeitpunkt daran an, ohne das stimmige Gesamterscheinungsbild zu verlieren.“ Zum Abschied lässt er sich noch eine Kopie des Grundrisses geben. Die Wiederbelebung des Raumes ist der Hamburger Berufsschule eine Herzensangelegenheit: Für „Zeitgemäße Lernräume“ hat sich sogar eine eigene Arbeitsgruppe mit Beteiligung von Ramsthaler-Graefe und 14 weiteren Kolleg*innen gebildet.

3-D-PLANUNGSGRAFIKEN VERANSCHAULICHEN REALISTISCH DIE NEUE INNENAUSSTATTUNG
Gespannt wartet die Gruppe nach Abels Besuch auf die ersten Planungsvorschläge. Die 3-D-Visualisierungen treffen nur wenige Tage später per E-Mail ein und führen anschaulich vor Augen, wie der Raum künftig genutzt werden kann. Was gleich ins Auge springt, ist der neue Lounge-Bereich in der Nische. Um diesen Bereich wärmer wirken zu lassen, zeigen sich die Wände in einem schicken Anthrazit und die Decke beherbergt Spots, die warmes Licht verbreiten. Einzelne Pendelleuchten illuminieren an der Wand die Einzelarbeitsplätze, die aus einem Eichenpaneel als Tischplatte und dem PRO ARM Chair mit 4-Stern-Aluminiumgestell bestehen. Stoffbezogene Trenner teilen die Arbeitsplätze voneinander ab und sorgen für Privatheit sowie Ruhe. Rechts und links davon verteilen sich mehrere Hochlehner und laden als gemütliche Sitzgelegenheit im gewünschten Lounge-Look ein, nebeneinander oder gegenüber Platz zu nehmen, während niedrige Couchtische Abstellmöglichkeiten bieten. Zoniert wird der Raum durch ein großes Holzpodest, das sich aus mehreren unterschiedlich großen Modulen mit Griffmulden zusammensetzt. Die einzelnen Module lassen sich stapeln oder nebeneinander gestellt sogar als Bühne nutzen. Die bestehenden Hochtische kommen an den Wänden wieder zum Einsatz und erhalten mit dem PRO CHAIR Gleitkufengestellvhigh neue Barhocker. Auch der Präsentationsbereich bekommt mit 30 PRO CHAIR Stühlen inklusive Sitzpolstern und Gleitkufengestell eine neue Bestuhlung sowie mit dem Pult FLEX UP ein neues, höhenverstellbares Lehrerpult. Weitere Sitzgelegenheiten gibt es direkt an der Fensterfront: Abel hat die überbauten Heizkörper mit den runden Sitzpolstern DOTS ausgestattet.

DIE UNTERSCHIEDLICHEN NUTZUNGSMÖGLICHKEITEN FINDEN GROSSEN ANKLANG
„Mega!“, so die erste Reaktion von Ramsthaler-Graefe, die vor allem die unterschiedlichen Nutzungsmöglichkeiten des Raumes für die Still- und Gruppenarbeit sowie für Präsentationen und Veranstaltungen lobt. „Sehr gut fi nde ich die Podestlösung in der Mitte des Raumes. Das kommt bestimmt auch bei der Schülerschaft gut an!“ Auch ihre Kolleg*innen zeigen sich begeistert von den Gestaltungsmöglichkeiten. Demnächst trifft sich die Arbeitsgruppe online, um die Raumansichten gemeinsam zu besprechen und das weitere Vorgehen festzulegen. Bereits mit der ersten Planungsgrafi k ist es Abel gelungen, den Geschmack seiner Kunden zu treffen. Wenn die Zusammenarbeit weitergeht, wird er die Bestellung auslösen, sich mit der Schule zur Auslieferung abstimmen und ihr auch im Nachgang zur Verfügung stehen.